Sony vs. Canon

Wieso ich 2020 das System gewechselt habe

by Cora Jennissen

(* = Affiliate Link/Werbung)

Sony oder Canon?

Sollte ich zu Sony wechseln? Das ist aktuell eine der Grundsatzfragen, die sich viele Fotografen stellen. Viele von uns sind mit Canon oder Nikon „aufgewachsen“ und in die professionelle Fotografie eingestiegen. Spätestens nach dem ersten Kundenshooting mit einem bestimmten System ist man nahezu für immer verbunden. Das dachte ich zumindest. Ich war auch lange super happy mit meinen Canon Kameras. Ich hatte zuletzt die Canon EOS 5D Mk IV* und die Canon EOS 5D Mk III* im Einsatz, zwei tolle Vollformatkameras aus der Professional Serie von Canon. Nicht ganz so gut wie die Sport-Modelle mit der 1 im Namen, aber schon verdammt gut. Ich hatte immer Spaß an meinen Kameras und war sehr zufrieden mit den Bildern. 

In Verbindung mit meinem Canon 70-200mm f2.8* hatte ich vergleichsweise auch wenig Ausschuss. Als ich anfing mehr Portrait zu fotografieren, bin ich dann auf die Sigma ART Linsen umgestiegen. Und dann begann der Trouble. Mein Sigma 135mm f1.8 ART* verstand sich meistens gut mit meiner 5D Mk IV, aber dafür überhaupt nicht mit der Mk III. Das Sigma 35mm f1.4 ART*  hielt es genau andersherum. Sobald ich die Linsen getauscht hab, ging gar nichts mehr – ich konnte 90% der Bilder wegen Fehlfokus aussortieren. Klar, man kann den Fehlfokus justieren. Dennoch haben sich die Kameras und die Objektive nie so gut verstanden, wie ich es gerne gehabt hätte.

 

Meine Lösung? Sony!

Dann passierte etwas, was ich nicht für möglich gehalten hatte. Ich fand die Lösung, und sie hieß Sony. Die Sony hätte solche Probleme gar nicht, und überhaupt wäre spiegellos die Zukunft. Gleichzeitig hatte ich gehört, dass Canon die Spiegelreflexkameras nicht weiter verfolgen wollte, aber mit der Entwicklung seiner spiegellosen Kameras noch nicht so weit war. Wo ich diesen Post schreibe weiß ich, dass die Kamera, auf die wir alle seit Monaten warten, wohl in den nächsten Wochen oder Monaten auf den Markt kommen wird. Mein Umstieg sollte aber früher passieren. 

Ich habe lange mit mir gehadert, durfte bei verschiedenen Kollegen deren Sony Kameras testen und ein Satz ist mir bis heute in Erinnerung geblieben: „Wieso ich zu Sony gewechselt bin? Für mich war das eine Investition in den Spaß an der Arbeit.“ Das hat gesessen. Wie oft saß ich nach meinen Shootings und Reportagen am Computer und verfluchte die tollen Bilder, bei denen der Fokus nicht da saß, wo er hingehörte?! Wie oft habe ich mich über kleinste Fokusverschiebungen aufgeregt, die meine Kameras mit den Sigma Objektiven produziert hatten? Und wie oft habe ich beinahe die Hälfte aller Bilder gelöscht, weil sie nicht scharf waren? Und mein Kollege meinte nicht nur die Nachbereitung, nein, auch das Fotografieren an sich ist ein Punkt, an dem Sony einfach Spaß macht.

Welche Sony Modelle?

Ich habe mir dann im November 2019 (Black Friday lässt grüßen) meine erste Sony gekauft. Ich habe mich dabei für die Alpha 7R iii entschieden, eine spiegellose Vollformatkamera mit 43 Megapixeln. Meine Alternativen wären die Alpha 7iii gewesen oder die Alpha 9, Sonys Flaggschiff für Sport und Presse. Die A9 war bei mir aufgrund des Preises relativ schnell aus dem Rennen. Dass die a7iii eine gute Kamera ist, wusste ich – dennoch juckte es mich in den Fingern für meine Bearbeitung noch knapp 2000 Pixel mehr an der langen Kante nutzen zu können. 

Also wurde es die a7R iii und ich habe es keinen Tag bereut! Im Mai 2020 habe ich mich dann entschieden, mich von meinem kompletten Canon Equipment zu trennen – das tat schon ein bisschen weh, aber ich wusste, es ist die richtige Entscheidung. So habe ich dann alle Canons verkauft und mir eine zweite Sony zugelegt. Diesmal habe ich mich für die a7iii entschieden. Das hatte einen ganz einfachen Grund. Wenn alles normal läuft, fotografiere ich mit einer Kamera, das ist meine Hauptkamera. Die Backup Kamera ist oft nur für Notfälle dabei oder eben für das, was sie aufgrund der geringeren Pixelzahl besser kann: schnell sein. So wurde die a7R iii meine „Portraitkamera“ und die a7iii meine „Actionkamera“ und ich muss sagen, ich bin mit beiden Kameras wirklich total happy!

Vorteile der Sony

Jetzt möchte ich dir nochmal kurz einige Vorteile der Sony auflisten, die mich am Ende bewogen haben, den Aufwand eines Systemwechsels auf mich zu nehmen und mich von meiner geliebten Canon zu trennen:

  • Ein unfassbar guter Autofokus mit durchdachten Features wie z.B. dem Augenautofokus für Menschen und Tiere
  • Keine Probleme mit Front- oder Backfokus, nichtmal mit adaptierten Obkjektiven (ich nutze meine Sigma Objektive nach wie vor mit dem Canon Anschluss und dem Sigma MC-11 Adapter an der Sony – sie sind damit super schnell und präzise!)
  • Fast kein Ausschuss in der Nachbearbeitung weil der Fokus bei 97% der Bilder da sitzt, wo er hingehört
  • Höchste Bildqualität mit Top-Sensoren mit einem sehr hohen Dynamikumfang (was das ist erkläre ich bald in meiner Videoreihe „Kamera Basics – die wichtigsten Begriffe“) – dadurch bieten die RAWs der Sony bei Unterbelichtung enorme „Reserven“ um die Tiefen des Bildes hervorzuholen und Farben und Strukturen zu erkennen
  • Der digitale Sucher (an den ich mich zugegebenermaßen erst gewöhnen musste) zeigt mir das Bild so, wie es ausgegeben wird
  • Das schwenkbare Display mit dem super schnellen Live-View. Seit ich die Sony habe kann ich Motive, für die ich mich sonst auf den Boden legen musste, in der Hocke fotografieren
  • Der integrierte Bildstabilisator ermöglicht deutlich längere Verschlusszeiten bei langen Brennweiten. Musste ich an der Canon auf 200mm immer mindestens 1/800 einstellen, damit es nicht verwackelt, kann ich bei der Sony entspannt auf 1/400 gehen
  • Die Sonys aus der Alpha 7 Serie sind auch zum Filmen hervorragende Kameras. Da ich Videografie nach und nach mit in mein Portfolio aufnehmen möchte, war das auch ein entscheidender Faktor
  • Das Rauschverhalten der Sonys ist unschlagbar. Canon ist da zwar sowieso nicht der Vorreiter sondern musste sich immer schon Nikon geschlagen geben, aber die Sony hat ein top Rauschverhalten und zeigt auch bei ISO Werten von 10.000 wenig Rauschen
  • Leichteres Gewicht (das war nicht sehr ausschlaggebend, aber natürlich auch ein Punkt zum Berücksichtigen)

Kleine Kritikpunkte

  • Die Kameras sind eher klein und liegen dadurch (bei mir) nicht so gut in der Hand – da schafft aber ein Batteriegriff wie der Meike MK-A9* oder natürlich der originale Batteriegriff von Sony Abhilfe. Ich selbst habe mir 2x den Meike Batteriegriff gekauft, weil er super verarbeitet ist, nativ funktioniert und einen Bruchteil des originalen Produktes kostet
  • Durch die ganze Elektronik wird die Batterie stärker beansprucht und hält nicht ganz so ewig wie die in meinen DSLRs. Mit Batteriegriff kommt man mit den zwei Akkus aber dennoch eine ganze Weile hin
  • Die Kameras sind schmutzanfälliger beim Objektivwechsel – es gibt halt hier keinen Spiegel, der den Schmutz auffangen könnte.

Mein Fazit - Sonyliebe!

Alles richtig gemacht! Ich bin wirklich super happy mit den beiden Kameras von Sony in Verbindung mit meinen Objektiven aus der Sigma ART oder Sigma SPORT Reihe. Ich habe zwar lange mit mir gehadert, aber bin heute umso glücklicher, den Systemwechsel gemacht zu haben, denn es ist tatsächlich eine Investition in den Spaß an der Arbeit! Wenn du Fragen zu den Kameras hast oder ich dir sonst irgendwie helfen kann, meld dich doch gern bei mir auf einem meiner Social Media Kanäle oder via Mail an moin@cmj-photography.com

Unten liste ich dir jetzt nochmal die Links zu meinem gesamten Equipment auf. Alle Links sind Affiliate Links von Adobe oder Amazon, das heißt, wenn du eines der Produkte über diesen Link kaufst, bekomme ich eine kleine Provision – für dich ändert sich der Preis natürlich nicht!

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Meine Bearbeitungssoftware

Mein Equipment

Sony Alpha 7R III (meine „Portraitkamera“)
Sigma 135mm f1.8 ART (mein „Pferde-Portraitobjektiv“)

Cora Jennissen ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramm, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von folgenden Partner-Links zu Amazon.de Entgelte verdient werden können.